
Der Saal im Erdgeschoss der neuen Musikschule wird als Konzertsaal und als Theatersaal mit fest eingebauter Kleinbühne genutzt. Die Bühne ist eine offene Spielfläche ohne Bühnenportal; für den Konzertbetrieb lässt sie sich über Auszugspodien nach vorne vergrößern. Sysprotec hat die Bühnen- und Veranstaltungstechnik geplant und den Ausbau bis in den laufenden Betrieb begleitet.
Die feste Bühne misst 10,00 × 4,50 m bei 80 cm Höhe und ruht auf einer Stahlkonstruktion. Drei manuell bedienbare Auszugspodien auf parkettschonenden Vulkollanrollen lassen sich um 2,50 m ausfahren und erweitern die Spielfläche auf 10,00 × 7,00 m — mit einem Höhenversatz von 20 cm zwischen fester Bühne und mobiler Vorbühne. Für den variablen Chor-, Orchester- und Theateraufbau kommen mobile Steckfußpodeste mit Anstelltreppen und Sicherheitsgeländern hinzu. Der Bühnenboden ist als strapazierfähige, matt-dunkle Dreischichtplatte ausgeführt.
Über der Bühne bleibt die Decke technisch nutzbar: Scheinwerferrohre spannen sich in Meterabständen über die gesamte Bühnenbreite und laufen umlaufend weiter, das Deckenraster ist auf flächendeckende Fluter für Chor und Orchester ausgelegt. Vier Handwindenzüge ersetzen das gefahrenträchtige Arbeiten auf Leitern an der 5 m hohen Decke; da sie auf Sicht betrieben werden, sitzen die Winden sichtbar an Rück- und Seitenwand. Für das Vorderlicht sorgen zwei elektromotorisch verfahrbare Beleuchtungszüge mit Stromversorgung über Klappschienen, deren Antriebe in der Decke des Instrumentenlagers untergebracht sind. Bei Konzerten hängen Schallreflektoren in den Laststangen, in Höhe und Neigung verstellbar.
Die veranstaltungstechnische Beleuchtung leuchtet Chor und Orchester gleichmäßig und blendfrei von der Decke aus und versorgt zugleich Bühne und Vorbühne mit theaterüblichen Flutern, Profil- und Stufenlinsenscheinwerfern — komplett in LED-Technik, gesteuert über ein manuell bedienbares Pult mit gespeicherten Lichtszenen. Dazu kommen eine Tonanlage mit zwei Full-Range-Lautsprechern, Subwoofer und Bühnenmonitoren, LED-Projektion auf eine Motorleinwand vor der Bühnenrückwand sowie Netzwerkanbindung von Bühne, Konzertsaal, kleinem Saal und Unterrichtsräumen. Der Regieplatz liegt in der Mittelachse hinter der Saalrückwand, mit öffenbarem Schiebefenster zum Saal.
Die Musikschule wünschte ausdrücklich keinen klassischen Bühnenvorhang, sondern eine offene Spielfläche mit seitlicher Abtrennung von Instrumentenlager und Flügelraum. Für das Theaterspiel steht als Grundausstattung ein schwarzer textiler Bühnenaushang aus Rückvorhang, Gassenschals und Soffitten bereit, mit dem sich der Bühnenraum dunkel gestalten lässt.
Feste Bühne 10,00 × 4,50 m, Höhe 80 cm, Stahlkonstruktion
Drei manuelle Auszugspodien auf Vulkollanrollen, Bühnenfläche erweiterbar auf 10,00 × 7,00 m
Mobile Steckfußpodeste, Anstelltreppen und Sicherheitsgeländer für Chor-, Orchester- und Theateraufbau
Vier Handwindenzüge an der Bühnendecke, sichtbar geführt für Betrieb auf Sicht
Scheinwerferrohre in gesamter Bühnenbreite, umlaufend im Deckenraster
Zwei elektromotorisch verfahrbare Beleuchtungszüge mit Stromversorgung über Klappschienen
Schallreflektoren in den Laststangen der Bühnenzüge, in Höhe und Neigung verstellbar
Bühnenbeleuchtung komplett in LED-Technik mit manuellem Lichtstellpult und gespeicherten Lichtszenen
Tonanlage mit zwei Full-Range-Lautsprechern, Subwoofer, zwei Bühnenmonitoren, Mischpult und Mikrofonie
Videotechnik mit LED-Projektor und Motorleinwand (Breite mind. 5,00 m)
Bühnenboden aus dunkel geölten Dreischichtplatten (Oregon Pine / Schwarzkiefer)
Textiler schwarzer Bühnenaushang: Rückvorhang, Gassenschals, Soffitten
Fertiggestellt: 2020